Der Weg zur Solarstromsternwarte Oberreith
Der Ort, an dem die Idee zu unserer Vereinssternwarte allmählich entstanden ist, war unser Garten. Mehrere Diskussionen und ein paar Weißbier mehr mit Thomas Hilger nahm sie, die Idee einer Verein-Sternwarte immer mehr Gestalt an. Schritt für Schritt von ein paar zusammen gestellten Dachlatten über unser damaliges Vereinsteleskop einen 12" Schiefspiegler und nach dem Bau eine der ersten großen Photovoltaikanlagen in unserer Gegend auf den Dachflächen unseres Hofes 2005 ging die Überlegung dahin ob man eine Sternwarte mit Photovoltaikstrom finanzieren könnte. So wichen die Dachlatten einer 8-eckigen Modellsternwarte gefertigt aus einer übrig gebliebenen PV-Kabeltrommel. Aus 8 Ecken wurde schließlich ein 4-eckiges Gebäude mit 10x10x13m und noch mehr Dachfläche das sich im Ganzen drehen lässt und dem Lauf der Sonne tagsüber und jahreszeitlich nachgeführt werden kann. Das große Dach bekam eine Luke zum Öffnen, so konnte die Tatsache dass sich das Gebäude drehen ließ, auch für die nächtliche Sternbeobachtung genutzt werden.
Als Ort wo die Sternwate entstehen soll fand man mit Herrn Thomas Mittermair einen Interessierten und angaschierten mitstreiter der mit Begeisterung maasgeblich an diesem Projekt, einer neuen Attraktion im Wildfreizeitpark Oberreith mitwirkte! Eine schöne Erfahrung für mich mit Herrn Thomas Mittermair an diesem Projet teilhaben zu dürfen die ich nicht missen möchte!
55 Jahre Visuelle Sternbeobachtung
Was waren meine größten Highlights als Hobby-Sterngucker?
- 1966/67 ein heller Stern leuchtet mich immer wieder in meinem Bett an. Daraus ergaben sich fragen an die Eltern.
- 1968 mit Piraten-Teleskop das mir meine OMA schenkte die ersten Mondkrater gesehen.
- 1969 Mondlandung Apollo11
- 1975 mit selbst gekauften Kosmos R54 Teleskop das erste mal Saturn und den gr. Wirbelsturm auf Jupiter gesehen.
- 1977 begonnen einen 200mm Teleskop zu Bauen bis das Taschengeld ausging.
- 1995 Eskimonebel grinst mich im 8" am Schnaitsee'er Berg bei hoher Vergrößerung an.
- 1999 First Ligth des 200mm Newton in der eigenen Sternwarte
- 2000 Erwerb des LOMO Parabolspiegel von Phillip Keller für den Astrosystems Dobsen mit Reise nach La Palma
- 2001 Reise nach Namibia zur Internationalen Amateursternwarte.
- GRF auf Jupiter als ROSA Wirbel mit Astro Systems Lomo.
-03.03.2007 Mofi Jupiter und Saturnbeobachtung mit 10" LOMO Dobsen auf der Ratzingerhöhe bei ca. 1350fach und bestmöglichem Seeing 10+++!
- Cassiniteilung mit in ihrer innen liegender Teilung, der Encketeilung und Speichen in Ring B. sichtbar
- 2003 Zufällige gegenseitige Jupitermond bedeckungen im 8" bei bestem Seeing in meiner Privatsternwarte-
- 2004/05 Bau einer der ersten großen PV-Anlagen auf unserem Hof mit ersten überlegungen Ende 2005 zur -
Solarstromsternwarte.
- 2006 Planung und Bau der Solarstromsternwarte Oberreit mit Thomas Mittermair.
- 2007 Netzanschluß der Photovoltaik der Solarstromsternwarte.
- 2008 Eröffnung der Solarstromsternwarte
- 2020 Vallis Marinaris im 10" LOMO auf Mars gesehen
- 2023 Beobachtungen mit 18"Obsession am Orionnebel mit Farben. - 2025 Beobachtung des Titanschatten auf Saturn
- Juni 2025 Grafitationslinsen Quasar QSO B1422+231 12Milliarden Lj. Entf.
Die Privatsternwarte Unterreit Furth3
Gabelmontierung in Holz und Alu aus 1978. Vormals mit 8" Westerhold Optik bei 35% Obstruktion. Dann schrittweise auf 15% Obstruktion auf visuell optimiert. Aktuell bestückt mit 10"LOMO bei 18% Obstruktion einer Optik aus Quarz die von Philipp Keller aus St.Petersburg bezogen wurde.
Smartphone Aufnahme frei Hand am Okular. Mare Nubium mit der "langen Wand", einer etwa 130km langen, 250m hohen Geländestufe.
Privatsternwarte Furth
Das 18" Dobsen Teleskop von der Firma Obsession - Dave Kriege aus USA.
Bilder mit Smartphone Freihändig am Newton
Nun noch einige Gedanken zur Wissenschaft, zu Astronomie und Astrologie.
Astronomie
Astronomie konnte dazu beitragen unsere Welt zu verstehen. Astronomie ist eine der ältesten Wissenschaften mit der der Mensch schon seit Jahrtausenden versucht durch systematisches Beobachten die Welt zu begreifen. Das Faszinierende hierbei ist wie wir heute wissen, dass man immer nur das Sternenlicht der Vergangenheit beobachten kann. Die Entfernungen der Objekte mit der sich Astronomie beschäftigt sind derart groß dass sogar Licht meist unglaubliche Zeiten unterwegs ist bis wir es sehen und auswerten können. So ist Astronomie immer ein Blick in die Vergangenheit des Universums!
Für Amateurastronomen ist diese Wissenschaft ein interessantes und vielfältiges Hobby mit vielen Betätigungsfeldern.
Die oft bekanntere Astrologie zählt man heute allgemein nicht mehr zu den Wissenschaften. Das hat vom wissenschaftlichen Standpunkt aus auch stichhaltige Gründe. Stattdessen gibt es nun aber neue Wissenschaften. Hierzu zählen die Kosmologie, Astrobiologie, Raumfahrt und Quantentheorien.
Wissenschaft und Religion erklären uns das was ist!
Wissenschaft entdeckt also lediglich das, was seit jeher in unserer Welt vorhanden war. Auch ist sie kein Ersatz für Religionen. Religionen versuchen seit altersher das in greifbare Worte zu fassen was Wissenschaft (noch) nicht erklären kann. Glauben bedeutet aber auch es nicht zu wissen. Mehrere Religionen nahmen jedoch für sich in Anspruch das allgegenwärtige, allumfassende Wissen für die Welt zu besitzen. Diese Dogmen wurden und werden als Werkzeuge zur Machtausübung über Menschen genutzt. So war die Ansicht, dass die Erde der Mittelpunkt der Welt sei lange Zeit unangreifbar. Die alten Griechen ahnten aber bereits dass das Weltbild anders auszusehen hat. Aber erst Kopernikus, Galileo und Kepler konnten das neue Wissen durchsetzen, mussten sogar ihr Leben in die Waagschale werfen um dem neuen Wissen Gehör zu verschaffen. Erst 1995 wurde dann von der Kirche offiziell anerkannt dass die Erde nicht der Mittelpunkt der Welt ist. Wissenschaft wird Gott nicht abschaffen, aber sie wird in Gegenwart und Zukunft immer helfen Gott neu zu entdecken und zu verstehen. Denjenigen Menschen die den Glauben an etwas ersatzlos abschaffen wollen ist nicht bewusst, dass sie Menschen möglicherweise orientierungslos zurücklassen. Dies ist dann aber auch vermutlich deren Absicht. Der vorhandene Glaube an etwas kann durch Wissen ersetzt werden, das Wissen des Menschen wird aber nie vollkommen sein. So wird der Glaube für Menschen immer Orientierung sein.
Alte Astrologie und neue Kosmologie
Seit frühster Menschheitsgeschichte sind Menschen überzeugt, mit Hilfe der Sterne in die Zukunft dieser Welt sehen zu können.
So ist Astrologie interessanterweise älter als die Astronomie. Astrologie bezeichnet man heute nicht mehr als Wissenschaft. Diese will ja durch jederzeit wiederholbare Experimente begreifen und verstehen. Mit Messinstrumenten und technischen Hilfsmitteln will man dem verborgenen und unbekannten auf die Spur kommen. Dieses Vorgehensweise ist in der Astrologie aber nicht anwendbar. Astrologie will in die Zukunft blicken so wie einige andere esoterische Praktiken auch. Wie aber soll man etwas mit wissenschaftlichen Maßstäben erforschen können das es gegenwärtig noch nicht gibt, die Zukunft?! Zudem entsprechen die Grundlagen der Astrologie nicht mehr denen der vor tausenden von Jahren. Die Tierkreiszeichen die ja u.a. das Werkzeug der Astrologie bilden unterliegen einer Eigenbewegung der Sterne in unserer Galaxis. Alle Sterne drehen sich in ca. 300.000 Jahre um das Zentrum der Galaxie. Zudem führt die Erdachse eine Präzessionsbewegung von 26.000 Jahren aus. Sternpositionen stimmen dadurch nicht mehr den scheinbaren Sternstellungen der vor tausenden von Jahren überein da sich diese teils um mehr als ein Sternbild verschoben haben.
Als Hobbyastronom gucke ich nun über 55 Jahre zu den Sternen.
Etwa 40 Jahre begleitet mich dabei auch die Astrologie mit dem Gedanken wie diese funktionieren könnte. Denn grundsätzlich möchte ich etwas nicht von vornherein als Quatsch bezeichnen. Mit wissenschaftlich astronomischer Herangehensweise ist es jedoch absurd und nicht nachvollziehbar wie die Astrologie in die Zukunft sehen will. Überlegt man, ist es nun aber doch so dass Astronomie ja sehr wohl durch das Sternenlicht in die Vergangenheit blickt. Und warum sollte es dann nicht grundsätzlich möglich sein in die Zukunft zu sehen!? Könnte es denn sein das man falsch an die Sache herangeht? Müsste man nach etwas suchen außerhalb der bekannten Materie?
Nun bilden sich in der Wissenschaft bereits Brücken in Richtungen, was angeblich nicht sein kann. Vieleicht aber können verschiedene daseinszustände gleichzeitig existieren? Das könnte bedeuten dass unsere Welt wie wir sie kennen nur eine von mehreren Welten ist die gleichzeitig in sich existieren!? Für uns Menschen ist es aber im normalfall nicht möglich solche Parallelwelten des Seins neben uns wahrzunehmen. Überlieferungen und Religionen könnten uns aber genau davon erzählen. Man geht heute davon aus dass die Welt wie wir sie kennen nur aus etwa der 5% bekannten Materie besteht! Der große Rest ist uns immer noch so gut wie unbekannt. Wir bezeichnen die übrigen 95% als dunkle Materie sowie als dunkle Energie. Dunkel darum, weil wir beides nicht sehen und verstehen können! Ca. 72% = dunkle Energie; 23% = dunkle Materie.
Die Existenz dieser dunklen Anteile der Welt konnte man interessanterweise aber durch gravitative Wechselwirkungen zwischen den Galaxien nachweisen! Nachgewiesen z.B. durch sogenannte Gravitationslinsen wie im Coma-Galaxienhaufen. In solchen Fällen werden dahinterliegende Objekte sichtbar, die ansonsten nicht sichtbar wären da sie ja von den davor liegenden Objekt verdeckt werden. Man errechnete dass die gesamte sichtbare Masse dieser Galaxienhaufen nicht ausreicht um die Raum-Zeit so zu krümmen dass ihre Materie einen solchen Linseneffekt hervorrufen könne um das dahinterliegende zu sehen. Also muss es etwas geben das die sichtbare Materie in ihrer Gravitation (Schwerkraft) unterstützt und verstärkt den Raum zu krümmen.
Da Gravitation eine anziehende Wirkung im Kosmos hat könnte dunkle Energie eine Energieform sein die eine abstoßende Wirkung im Kosmos aufweist. Sozusagen die „Antigravitation“, die das Weltall auseinanderfliegen lässt. Und tatsächlich geht man heute davon aus dass sich alles im All voneinander entfernt.
Warum ziehen sich dann aber z.B. unsere Milchstraße und die Andromeda-Galaxie wieder gegenseitig an? Sie nähern sich mit ca. 400000kmh einander an?!
Der Grund ist die dunkle Materie die die objekteigene Gravitation (sichtbare Materie) unterstützt.
Unser problem ist nun dass wir über 95% aus dem die ganze Welt besteht so gut wie keine Ahnung haben!
Kann denn Astrologie wissenschaftlich neu entdeckt werden ?!
Wissenschaft und Religion
Geht nicht zusammen!
Das ist immer noch die Meinung in der Bevölkerung aber auch in der etablierten Wissenschaft. Aber man sucht nach wissenschaftlich seltsamen Dingen die Unsichtbar sind. Man nennt sie Dunkle Energie + Materie. Man kann sie nicht direkt nachweisen, sehr wohl aber indirekt. So weiß man z.B. das nach Kepler Massen, umso weiter sie von der Sonne weg sind eine umso langsamere Bahngeschwindigkeit aufweisen. Das müsste ebenso bei einem Stern sein, der um ein Galaxienzentrum kreist! Das aber lässt sich so nicht feststellen. Sterne die um das Galaxienzentrum kreisen haben eine zu hohe Bahngeschwindigkeit nach dem Keplergesetz. Erklären lässt sich das nur mit Massen die nicht sichtbar sind, also etwa Unsichtbarer Materie!? Auch bei den großen Massen von Galaxienhaufen fand man heraus, dass diese die "Raum-Zeit" nicht so verbiegen können (Linseneffekt) um die weit hinter ihnen liegenden Objekten noch beobachten zu können. Auch hier ist das nur erklärbar durch Masse/Materie die unsichtbar die Massen von Galaxien/Galaxienhaufen erhöht. Das Problem dabei ist nun, dass man keine Unsichtbare Materie/Energie direkt nachweisen kann, eben nur eine Wirkung, die diese verursacht die Schwerkraft. Für Wissenschaftler ist das sicher nicht zufriedenstellend. Das bedeutet ja das man heute nur über knapp 5% Materie besteht Bescheid weiß und noch keine Ahnung hat um was es sich bei den 25% dunkler Materie und 69% dunkler Energie handelt. Neutrinos hatte man lange in Verdacht doch die machen, wie man nun weiß, vielleicht mal 1% aus.
Was wäre aber wenn alles im Materiellen nur ein sozusagen kosmisch genehmigter Sonderfall wäre. Die große Wirklichkeit für uns Menschen verborgen ist. Materie wie wir sie kennen, also unser Leben, nur so zusagen einen Körperlich unmittelbar spür und erfahrbarer erlebnisstripp darstellt. Vergleichbar vielleicht mit einer Studienreise. Unser zu Hause das ist von dem wir heute nicht wissen was, wie und wo es ist. Wir nicht unser Körper sind, sondern nur einen Körper für das begrenzte Materielle Dasein unseres Lebens haben. Wir diesen am Ende ablegen und unser selbst nach Hause geht. Unsere Seele so etwas wie Energie - "Information" ist. Diese Information je nachdem, wie soll man sagen, in dem Ozean des Seins zurück geht. Die sichtbare Materie in diesem Ozean eingebettet sozusagen schwimmt. Ohne dieser unsichtbaren Materie gar keine Barionische Materie (nennt man die 5%) möglich wäre. Und seinerseits sich dieser Ozean von „Information“ im Ozean der allumfassenden Ursprungs Energie befindet (dunkle Energie 69%) wodurch letztlich alles geworden ist.
Was wäre, wenn uns morgen klar würde das wir von den 5% Materiellem aus dem unsere Welt für uns scheinbar zu bestehen scheint das meiste bereits kennen. Wir aber nach etwas suchen aus dem wir letztlich auch selbst sind und das am Schluss wieder unsere Heimat ist.
Von vielen unbemerkt geht da bereits vieles schon zusammen!
Durch die Quantenphysik, den Quantentheorien wie die Quantenverschränkung bewegt sich die Wissenschaft bereits in Bereichen bei dem sie zwar manches noch nicht in Wissenschaftlicher Manier beweisen kann, das aber theoretisch nicht mehr beiseite zu schieben ist.













































